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Fitnessaufbau vs. Training (Conditioning vs Training

Fitnessaufbau vs. Training (Conditioning vs Training

Es besteht ein entscheidender Unterschied zwischen Übungen zum Aufbau von körperlicher Fitness (Conditioning) und Training. Und jedes Pferd braucht eine ausgewogene Mischung aus beidem. Aber was ist nun genau der Unterschied, fragt Ihr Euch?

 

Fitnessaufbau (Conditioning) ist die physiologische Vorbereitung des Körpers auf die Anforderungen des Trainings. Durch das richtige „Conditioning“ werden Fitness, Kraft und Flexibilität verbessert und so über ein Gefühl von Wohlbefinden auch mentale Fitness erreicht. Das Training beschäftigt sich dann vor allem mit den spezifischen, technischen Aspekten Eurer gewählten Disziplin.

 

Aerobe Fitness fördert das Herz-Kreislauf-System. Verbesserungen in diesem Bereich unterstützen durch die höhere Blutzirkulation das allgemeine Energieniveau, die Regeneration und den Abtransport von beim Training entstandenen Abfallprodukten. 

Tipp 1 – Lange Einheiten im Trab oder leichten Galopp verbessern die Fitness. Egal in welcher Disziplin, jedes Pferd benötigt eine gute aerobe Kondition. Diese könnt Ihr verbessern, indem Ihr die Länge der Trab- und Galoppeinheiten ohne Pause langsam und stetig steigert.

 

Krafttraining ist eine Notwenigkeit. Es gibt dabei eine Vielzahl an Methoden, um die Kraft Eures Pferdes zu erhöhen; zum Beispiel aktive Gymnastikübungen, Seitengänge oder das Training auf wechselndem Untergrund.

Tipp 2 – Verbessert die Kraft Eures Pferdes, indem Ihr einmal pro Woche Gymnastikübungen (geritten oder am Boden) einbaut. Reiten auf hartem Untergrund stärkt Knochen und Bänder, reiten auf weichem Untergrund ist gut für die Muskulatur. Passt aber auf, dass Ihr es nicht übertreibt!

 

Übungen zur Flexibilität verhindern steife Muskeln und lockern die Gelenke. Ein steifes Pferd kann sich nicht gut und frei bewegen. Gymnastik und Stretching verbessern die Beweglichkeit. Dehnungsübungen werden am besten am Boden ausgeführt.

Tipp 3 – Gymnastikübungen, die die Beweglichkeit verbessern, werden meist im Kreis oder in Serpentinen gemacht. Passives Stretching darf nur nach dem Training durchgeführt werden, wenn die Muskulatur warm ist. Ich empfehle, jeden Bereich einmal pro Woche zu dehnen und stets zwischen Einheiten für Kopf und Nacken beziehungsweise Rücken/Schweif und Extremitäten abzuwechseln. 

  

Die mentale Fitness Eures Pferdes ist entscheidend, wenn es darum geht Übersäuerung zu vermeiden und die Motivation zu steigern. Abwechslung im Training sowie eingeschobene Fitnessübungen machen die Workouts interessant! Übertrieben intensives Training dagegen hat einen negativen Einfluss.

Tipp 4 – Übungen, die auf natürlichen Bewegungen basieren, stimulieren das Gemüt Eures Tieres positiv. Automatisch gesteuerte Übungsgeräte dagegen erhöhen den Stresspegel. Stress hat negative Folgen für den Körper und führt zu Erschöpfung und Übersäuerung. Das Vermeiden von Stress verbessert die mentale Gesundheit Eures Pferdes.

 

Anders als technisches Training, kann an natürlichen Bewegungen orientierter Fitnessaufbau bereits früh gestartet werden. Die Arbeit mit jungen Pferden bringt dabei viele Vorteile. Der junge Pferdekörper, der sich ohnehin verändert und entwickelt, ist leichter zu beeinflussen und an zukünftige Ziele anzupassen. Der richtige Fitnessaufbau (Conditioning) verhindert viele Probleme mit jungen und älteren Pferden. Darum lasst uns anfangen!

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